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Unser Haus-Rezept für:

Pflastersteine selbst verlegen

Du möchtest deine Einfahrt, die Terrasse oder einen Gartenweg pflastern? Wir zeigen dir die richtigen Handgriffe, wie du Schritt-für-Schritt ein Pflaster richtig verlegst. Mit unserer Anleitung und den Profi-Tipps gelingt dein Projekt bestimmt.

Du benötigst einen tragfähigen Baugrund

Was ist ein tragfähiger Baugrund?
Einer der größten Faktoren, die die Tragfähigkeit einer Fläche beeinflussen ist die Beschaffenheit des Bodens. Man unterscheidet von nichtbindigen und bindigen Böden. Nichtbindige Böden bestehen aus Sand, Kies oder Stein sind gut verdichtet und bilden einen tragfähigen Untergrund. Durch die grobe Körnung ist der Boden vorab gut formbar, um spätere Setzungen auszuschließen. Zudem hat Wasser genug Platz, um abzufließen, ohne die Dichte oder Tragfähigkeit des Bodens stark zu verändern. Bindige Böden sind eher ungeeignet für Bauvorhaben. Sie bestehen aus Lehm oder Ton und lassen sich durch den Einfluss von Wasser, Frost oder Druck relativ stark verformen. Du bist nicht sicher, ob dein Baugrund tragfähig ist, dann lass dich von einem Experten beraten.

Werkzeuge

  • Schnurnägel
  • Fäustel
  • Gliedermaßstab (Zollstock)
  • Fettkreide oder Bleistift
  • Maurerschnur
  • Wasserwaage
  • Abziehlatte
  • Abziehstangen
  • Gummihammer
  • Rüttelplatte mit Gummimatte
  • Steinknacke/ Nassschneidetisch
  • große Flex
  • Schaufel
  • Besen
  • Kelle
  • Eimer

Benötigtes Material

  • Schottertragschicht 0/32 mm oder 0/45 mm
  • Splitt 2/5 mm
  • Pflastersteine
  • Fugensand oder -splitt
Schritt-für-Schritt Anleitung
1

Tragfähiger Baugrund

Stelle sicher, dass du einen tragfähigen Untergrund schaffst, damit dein Pflaster stabil verlegt werden kann und nicht absinkt oder sich stark verschiebt. 

Planiere jetzt die Fläche, um eine ebene Grundlage für dein Pflaster zu schaffen. Das finale Planum ist die Grundfläche für die nächste Schicht. 

2

Schottertragschicht

Baue auf den tragfähigen Untergrund eine Schottertragschicht aus Frostschutzmaterial ein. Die Dicke dieser Schicht ist dabei abhängig von dem späteren Einsatzzweck des Pflasters: 

Wegeflächen mit einer reinen Fußgängerbelastung: 20 cm Schottertragschicht 

Befahrbare Flächen für PKWs:
mindestens 30 cm Schottertragschicht 

Baue die Schottertragschicht lagenweise ca. 10 bis 15 cm ein und verdichte diese mit einer Rüttelplatte. Achte auch hier darauf, dass die Tragschicht ein Mindestgefälle von 2,5 % hat, das von deinem Haus weg führt. 

Je nach Verkehrsbelastung müssen entsprechende Rüttelplatten zum Einsatz kommen. Lasse dich hier beim Baumaschinenverleih beraten. 

3

Splittbett und Pflaster-Vorbereitung 

Auf die abgerüttelte Tragschicht wird Splitt mit einer 2 bis 5 mm Körnung für die Pflasterbettung ca. 5 cm stark verteilt. Splitt im BigBag kann bei deiner Bestellung auch mitgeliefert werden. 

Da das Pflasterbett gleichmäßig stark und eben sein muss, baue am besten Abziehstangen ein. Gespannte Maurerschnüre erleichtern das Einmessen der gewünschten Höhen. Die Stangen müssen ca. 0,8 bis 1 cm über der Sollhöhe eingebaut werden. 

Mit einer langen Abziehlatte wird der Splitt über den Abziehstangen vollflächig und ohne Löcher abgezogen. Nachdem die Stangen entfernt sind, werden die entstandenen Rillen mit Splitt aufgefüllt und einer Kelle geglättet. Die fertige Bettung darf nicht mehr betreten werden. 

4

Pflasterverlegung

Beginne in einer Ecke und achte darauf, das Splittbett nicht zu betreten. Pflaster wird „Überkopf“ verlegt, d.h., dass auf dem verlegten Pflaster gelaufen wird, um weitere Reihen zu legen. 

Das Pflaster sollte ca. 1 cm höher als der Randstein sein, um beim späteren Abrütteln die gewünschte Höhe zu erreichen. 

Schneide die Steine bei Bedarf mithilfe eines Nassschneidetischs oder einer Flex zurecht. 

5

Fugenmaterial einkehren 

Nachdem das Pflaster vollständig verlegt wurde, kehrst du ein geeignetes Fugenmaterial sorgfältig ein bis alle Fugen vollständig gefüllt sind. 

6

Abrütteln und Finish

Entferne vor dem Abrütteln alles überschüssige Fugenmaterial. Die Fläche muss komplett sauber und trocken sein. Die verlegte Pflasterfläche wird nun mit einer Rüttelplatte inkl. Gummimatte mehrfach abgerüttelt. 

Zu guter Letzt muss die Fläche noch einmal mit dem Fugenmaterial eingekehrt oder mit Wasser eingeschlämmt werden, um alle Fugen vollflächig verfüllt zu haben. 

Wiederhole das erneute Einkehren ggf. einige Tage nach der Verlegung noch einmal, wenn sich das Material gesetzt hat. 

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